FSW im Eisenbahnbau


Rührreibschweißen (englisch: Friction Stir Welding, FSW) wird im Schienenfahrzeugbau für Aluminium-Wagenkästen aus Strangpressprofilen eingesetzt. Der geringe Verzug und die hohe Crashsicherheit sind dabei die Hauptvorteile. 


Im Schienenfahrzeugbau werden Seitenpaneele, Dachpaneele und Bodenpaneele zunehmend aus mit dem Rührreibschweißverfahren verschweißten Aluminium-Strangpressprofilen hergestellt, insbesondere im Hinblick auf die Crashsicherheit. Außerdem werden Hauptlängsträger und Bodenpaneele von Elektrotriebwagen mit FSW verschweißt. Bei Bombardier in Derby werden die kompletten Seitenwände für die Züge der Londoner U-Bahn aus FSW-Paneelen hergestellt. Bombardier nahm bereits 1994 an einem am TWI in Cambridge durchgeführten Projekt teil, und setzte dann 7-8 Jahre später FSW-Paneele ein weil diese technische und wirtschaftliche Vorteile gegenüber konventionell MIG-geschweißten Profilen aufweisen.

 

Im Bericht der von Lord Cullen geleiteten Untersuchung des Ladbroke-Grove-Eisenbahnunfalls vom 5. Oktober 1999 durch  das Oberhaus des britischen Parlaments wurden Alternativen zum Schmelzschweißen empfohlen, sowie der Einsatz von besseren Werkstoffen und analytischen Methoden. Seitdem werden FSW-geschweißte Aluminium-Paneele weltweit eingesetzt, insbesondere in Japan, China und Europa.