Wehrtechnische Produkte benötigen aufgrund ihrer statischen und dynamischen Beanspruchung, ihres Einsatzspektrums, der speziellen Sicherheitsbedürfnisse sowie der substantiellen Forderungen nach Zuverlässigkeit eines definierten Qualitätsstandards in der Herstellung und Instandsetzung.
Die Norm DIN 2303 gilt für Dienststellen der Bundeswehr und zivile Hersteller aber nicht für handelsübliche Produkte, die ohde signifikante Modifikationen sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können.
Die Norm wurde vom Arbeitsausschuss NA 092-00-18 AA "Schweißen und verwandte Prozesse in der Wehrtechnik (DVS AG A 9.6)" im NAS erarbeitet. Grundlage war die DVS-Richtlinie DVS 2718.
Die 24 Seiten der Norm wurden im Februar 2007 auf Deutsch veröffentlicht. Die elektronischen und gedruckten Versionen sind über folgende Webseiten erhältlich:
Eine englischsprachige Übersetzung mit 25 Seiten ist auf Scribd abrufbar:
Online-Register www.din2303.de: Schweißen und verwandte Prozesse - Qualitätsanforderungen an Herstell- und Instandsetzungsbetriebe für wehrtechnische Produkte
© GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH
Bisher (Stand 2025) sind erst drei Betriebe durch drei unterschiedliche 'Benannte Stellen' nach DIN 2303 für das Rührreibschweißen zertifiziert:
| Firma | Land | Stadt | Zertifikats-Nr. | Benannte Stelle | Gültig bis |
| AQ Components | Estland | Pärnu | Q2BK21342025 | TÜV Nord Systems | 30.06.2028 |
| Bayards | NL | Nieuw-Lekkerland | Q2BK11162015 | SLV Duisburg | 19.04.2027 |
| Nexter Systems | Frankreich | Roanne | Q2BK10362016 | SLV Hannover | 14.04.2026 |
Die Leitstelle der Bundeswehr für Schweiß-und Klebtechnik im Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) hat eine lesenswerte PowerPoint-Präsentation veröffentlicht:
www.bundeswehr.de/.../schweissen-herstellerqualifikation-data.pdf
Darin werden folgende Inhalte erläutert:
Unter fünf bestimmten Bedingungen sind betriebsintern auch Aufsichtspersonen mit der Mindestqualifikation SFM, EWS, IWS zur Prüfungsabnahme berechtigt.
Das oberste Gremium, das für Sonderregelungen und Auslegungen im Zusammenhang mit der DIN 2303 zuständig ist, weist insbesondere auf die Forderungen nach kalibrierten Schweißgeräten nach DIN EN ISO 17662 hin.
Betriebe die Additive Fertigung durchführen, können nach den Regeln der DIN 2303 (in Anlehnung) zugelassen werden.
AluStir hat viel Erfahrung mit dem Rührreibschweißen und dessen industrieller Anwendung in der Verteidigungstechnik nach DIN 2303. Bitte kontaktieren sie uns per E-mail ([email protected]) oder Telefon (+ 49 7031 427 0091), falls Sie dazu Fragen haben.
